Presse

Hiob trotzt dem Kapital, Shiva und Allah

In der Inszenierung der reformierten Kirchgemeinde Dübendorf wird der Gemeindepfarrer zum Finanzberater. Das Schauspiel überzeugt mit witzigen Details, vielseitiger Musik und originellen Tanzeinlagen.
Satan im schwarzen Mantel steht mitten im Raum. Teuflisch gut gespielt von ­einer Gymnasiastin, umklammert er eine Trommel mit Lottokugeln. Das Symbol passt, denn schliesslich will er Gott herausfordern und ringt ihm eine Wette ab: «Wenn ich den frommen Hiob ins Unglück stürze, dann wird er sich schon noch von dir, Gott, abwenden.»
Wirklich? «Hiob im Kreuzfeuer der Religionen» heisst das Stück nach biblischem Motiv, das an diesem sonnigen Samstagnachmittag in der reformierten Kirche Dübendorf fleissig geprobt und im November an drei Abenden aufgeführt wird. Musik, Text und Tanz: Alles soll perfekt aufeinander abgestimmt sein – noch ist einiges zu tun.

Wirtschaft statt Gebete. «Etwas lauter bittte!» und «rückt näher zusammen!», immer wieder schaltet sich Regisseur Simon Jenny ein. Dann erscheint Hiob (André Fischer) – gekleidet ist er in Fetzen, sein Gesicht leidverzerrt. Im Folgenden treffen ihn gleich mehrere Schicksalsschläge. Überbracht werden die «Hiobsbotschaften» wiederum von einer jungen Frau: «Häuser, Mägde, Schafe und Rinder – alle sind verbrannt!», schreit sie, dass einem ganz elend wird. Chor und Orchester doppeln nach und stimmen in ein ergreifendes «kyrie eleison» ein. (…)

reformiert.info, 13. November 2014

Hiob: Du hast mich mit deinem Netz umfangen, Gott!

In Huttwil fand am Sonntag, 6. Juni die Aufführung des Kirchenspiels «Hiob im Kreuzfeuer der Religionen» statt (2. Aufführung Donnerstag, 10. Juni 2010, Französische Kirche, Bern).
Ca. 750 Leute liessen sich in die Spannung, die ausdrucksstarken Tanzbilder, die Geschichte von Hiob hineinnehmen. Berührte Rückmeldungen, ja, Erschütterung bei Zuhörenden, durch die Aufführung mit sieben Kirchenchören, Darstellern, der Tanzgruppe und den Musikern.
Walter Hollenwegers Stück und die Inszenierung durch Jörg Maeder (Regie), Elisabeth Jenny (Tanz) und Jürg Peter (musikalische Leitung) fand eine grosse, überwältigende Resonanz.

Pressematerial (PDF-Datei, 3.46 MB), Reformierte Presse Nr. 22

Abendgottesdienst mit Professor Walter J. Hollenweger

(…) Walter Hollenweger begann seinen Vortrag mit einer Szene aus dem Spiel «Petrus der Pontifex». Nach einer langen Wanderung von Jerusalem nach Kapernaum kam Petrus – am Boden zerstört – bei seiner Familie an. Er beichtete seiner Frau sein Versagen und seinen Verrat des Meisters. Darauf sang die Frau des Petrus einen alten israelischen Hymnus in Anlehnung an Psalm 51,13. Ich habe dieses Lied bei der Aufführung des Spiels gehört. Es ist eine ergreifende Szene. (…)
Proben und Aufführung zum Spiel «Petrus der Pontifex»

Pressematerial (PDF-Datei, 80 KB), 26. August 2007

Unvergängliche Sprache der Liebe

Sinnliche Liebe und schmerzende Sehnsucht treffen im biblischen «Hohelied der Liebe» aufeinander. Mit Musik, Theater und Tanz brachte Pfarrer Simon Jenny diese Gefühle von der Bibel in die Kirche.

Artikel (JPEG-Datei, 740 KB) aus dem «Langenthaler Tagblatt» vom 2. April 2007

Grosser Erfolg für Kirchenspiel

In Herzogenbuchsee und Roggwil wurde das Kirchenspiel «Maria von Wedemeyer» aufgeführt. Es fand grossen Anklang. (…) Trotz der vielen Menschen herrscht eine konzentrierte Stille. Alle stehen im Bann der ungewöhnlichen Liebesgeschichte zwischen der jungen preussischen Offizierstochter und dem doppelt so alten Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer. (…)

Artikel (PDF-Datei, 136 KB) aus der «Berner-Zeitung» vom 24. und 27. März 2006

Konflikt in Korinth ersetzte Predigt im Familiengottesdienst

Die Bedeutung des Abnedmahles im Alltag, als Mittel der Versöhnung und Gemeinsamkeit, stellten Schülerinnen und Schüler in Heiden mit einem lebendigen Spiel dar. (…) Das Engagement, mit dem sie agierten, tanzten, sangen und spielten, war der sichtbare Beweis dafür, dass Pfarrerin Marianne Kundt den richtigen Weg geht. (…)

Artikel (PDF-Datei, 124 KB) aus der «Appenzeller-Zeitung»

Wenn die Liebe das Leben verändert

(…) Das Gedicht von Kurt Marti über die Vision des neuen Jerusalem in der Offenbarung endet mit dem Vers «Der Himmel, der kommt, grüsst schon die Erde, die ist, wenn die Liebe das Leben verändert». Vielleicht war es dieser Vers, vielleicht das strahlende Frühlingswetter, vielleicht die TeilnehmerInnen, welche von Rheinfelden, Winterthur, Rüschlikon, Tägertschi, Langenthal, Bern und vielen anderen Orten nach Huttwil gekommen waren. Es waren auf alle Fälle besondere Tage, zu denen Pfarrer Simon Jenny Theologiestudenten, Kirchenleute, Katecheten, Interessierte an Tanz und Theater eingeladen hatte. Sehr lebendig, durchpulst von Freude und getragen von Begeisterungsfähigkeit und gutem Spiel. (…)

Artikel (PDF-Datei, 28 KB) aus dem «Unter-Emmentaler», Regionalzeitung für das untere Emmental

Bruch mit alten Traditionen – die Bibel gespielt, getanzt und gesungen

(…) Für alle Beteiligten und das Publikum sind sicher, ob der ungewöhnlichen Gedanken und Darstellungsformen des Stückes, viele Fragen aufgebrochen. Vielleicht wird der Zugang zu den biblischen Texten gerade durch den Bruch mit den Taditionen so lebendig. Es darf wirklich gehofft werden, dass nicht nur der Brückenschag der Darbietenden zum Publikum, sondern auch die Verbindung der biblischen Aussagen mit den modernen neuen Gedanken gelingt und die Besucher weiter bewegt. (…)

Artikel (PDF-Datei, 28 KB) aus der «Buchsi-Zeitung», Monatszeitung Herzogenbuchsee

Interview mit Pfarrer Simon Jenny

Musik und Tanz und frohe Botschaft

(…) Ich habe selber schon als Kind gern und viel Theater gespielt und liebe dieses Spielen und Denken in Rollen. Es bedeutet, im Moment zu leben mit allen Fasern des Seins. Darstellen, Tanzen und Singen im Spiel öffnet Kanäle des Lebens.Mein Ziel ist es, Menschen «aufzubauen». Die Menschen, die in den Stücken spielen, singen und tanzen, kommen aus ganz verschiedenen Lebensbezügen. (…) Die meisten von ihnen machen nicht aktiv in der Kirche mit. Beim Einstudieren der Texte, der Musik, des Gesangs und des Tanzes setzen sie sich jedoch mit den inszenierten biblischen Geschichten auseinander. (…)
Interview (PDF-Datei, 716 KB) aus «Leben & Glauben», 23/02